Die e-Rechnung an den Bund – ab 1.1.2014 verpflichtend!

Absetzbarkeit von Umlaufvermögen bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern

„GmbH light“ seit 1.7.2013 möglich

Die neue Bildungsteilzeit - Weiterbildung bei Teilzeitbeschäftigung

Die Kassenprüfung steht bevor – Wirtschaftsblatt

Planquadrat der Finanzpolizei erregt Unternehmer – Wirtschaftsblatt

Bericht „Im Visier der Finanzpolizei“ – Download

Steuerliche Maßnahmen bei Katastrophenschäden

Strenge Kontrollen, Aktion scharf der Finanzpolizei: Heurige und Dorffeste unter Druck – Download

Vorsteuerabzug für private Photovoltaikanlagen?

GmbH NEU im Begutachtungsverfahren

Ausweitung der Pendlerförderung ab 2013

Elektronische Rechnungen ab 1.1.2013

Umsatzsteuerliche Änderungen bei der Vermietung

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 12/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Die e-Rechnung an den Bund – ab 1.1.2014 verpflichtend!

Aufgrund der EU-Richtlinie 2010/45/EU wurde bereits mit 1.1.2013 die elektronische Rechnung der Papierrechnung gleichgestellt. Für e-Rechnungen wurden die Formvorschriften erheblich erleichtert, wodurch Rechnungen nun auch per E-Mail, als E-Mail-Anhang, als Web-Download oder als PDF- oder Textdatei übermittelt werden können. Ab dem 1.1.2014 sind jedoch alle Vertragspartner des Bundes verpflichtet, Rechnungen ausschließlich strukturiert auf elektronischem Weg zu übermitteln.

Unter strukturierten Rechnungen sind Rechnungen in einem bestimmten Format zu verstehen. Im Falle der „e-Rechnung an den Bund“ werden das Format ebInterface (www.ebinterface.at) und das PEPPOL-Format (www.peppol.eu) verwendet. Beide Formate sind XML-basierte Dokumente, PDF ist kein unterstütztes Format.

E-Rechnungen können elektronisch über das Unternehmensserviceportal (USP) oder über die PEPPOL-Transport-Infrastruktur an Bundesdienststellen eingebracht werden.

Unternehmensserviceportal: Es ist eine einmalige Registrierung am USP erforderlich. Nach Anmeldung am USP (www.usp.gv.at) ist unter „Mein USP I Meine Services“ die Anwendung „E-Rechnungen an den Bund“ aufzurufen. Hier kann jederzeit die Rechnung online mittels Upload, Webformular oder Webservice eingebracht werden.

PEPPOL-Transport-Infrastruktur: Vertragspartner, die
strukturierte Rechnungsdateien im PEPPOL-Format über-
mitteln wollen, müssen einen PEPPOL Access Point einrichten. Die Teilnahme am PEPPOL-Netzwerk ist kostenpflichtig. Die Verwendung von PEPPOL ist im Falle der Übermittlung von e-Rechnungen auch an Vertragspartner im EU-Ausland vorteilhaft.

Weitere Informationen finden Sie in dem Onlineratgeber des Bundes unter www.erb.gv.at.

Eine Liste aller Bundesdienststellen steht unter www.bbg.gv.at/lieferanten/kundenlisten/bund/ online zur Verfügung. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Dritten (zB Wirtschaftstreuhänder, Serviceprovider) mit der Übermittlung der e-Rechnung an den Bund zu beauftragen.

 

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 11/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Absetzbarkeit von Umlaufvermögen bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern

Mit dem 1. StabG 2012 kam es zu einer wesentlichen Änderung in der steuerlichen Behandlung von bestimmtem Umlaufvermögen bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern. Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung, bei der grundsätzlich sowohl Betriebseinnahmen als auch Betriebsausgaben nach dem sogenannten Zufluss-Abfluss-Prinzip zu erfassen sind, d.h. im Zeitpunkt der Bezahlung.

Die wichtigste Ausnahme von diesem Prinzip betraf bisher das Anlagevermögen. Dieses ist nur im Wege der Abschreibung über die Nutzungsdauer verteilt steuerlich absetzbar. Nun wurde eine weitere Ausnahme in das Gesetz aufgenommen. Beweggrund für diese Neuregelung war, dass Einnahmen-Ausgaben-Rechner bei besonders werthaltigen Gütern des Umlaufvermögens Verluste im Zeitpunkt des Kaufes dargestellt haben, denen keine tatsächliche Vermögensminderung gegenüberstand.

Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens, die nach dem 31.3.2012 angeschafft, hergestellt oder eingelegt werden und die keinem regelmäßigen Wertverzehr unterliegen, dürfen erst im Zeitpunkt des Verkaufes steuerlich abgesetzt werden. Die Durchbrechung des Abflussprinzips erfordert eine Bestandserfassung der betroffenen Wirtschaftsgüter.

Von der Neuregelung sind folgende Wirtschaftsgüter erfasst:

  • Grundstücke
  • Beteiligungen an Kapitalgesellschaften
  • Anlagegold und Anlagesilber, Zahngold
  • Edelsteine und Schmucksteine sowie Kunstwerke, Antiquitäten oder Wirtschaftsgüter mit besonderem Seltenheits- oder Sammlerwert, deren Anschaffungs- /Herstellungskosten oder Einlagewert den Betrag von 5.000 EUR übersteigen

Wertvolle Materialien, die als Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Einzelkomponenten für die Weiterverarbeitung bestimmt sind, sind von dieser Neuerung nicht erfasst und können weiterhin sofort abgesetzt werden.

Besonders betroffen von der Neuregelung sind Galeristen sowie Kunst- und Antiquitätenhändler, die ihren Gewinn durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermitteln.

 

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 10/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

„GmbH light“ seit 1.7.2013 möglich

Mit 1. Juli 2013 sind die im Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz (GesRÄG 2013) enthaltenen Neuerungen des GmbH-Gesetzes in Kraft getreten, mit der die viel diskutierte „GmbH light“ umgesetzt wird. Neben der Herabsetzung des Mindeststammkapitals von 35.000 EUR auf 10.000 EUR und der Senkung der Gründungskosten bringt die Novelle auch einige wichtige Änderungen mit sich, die insbesondere krisenverfangene GmbHs betreffen.

Nach bisheriger Rechtslage mussten Geschäftsführer die Generalversammlung dann einberufen, wenn die Hälfte des Stammkapitals durch Verluste verloren gegangen ist. Ab 1. Juli 2013 besteht die Einberufungspflicht auch, wenn die Eigenmittelquote (§ 23 URG) unter 8% sinkt und die fiktive Schuldentilgungsdauer (§ 24 URG) mehr als 15 Jahre beträgt. Ausdrücklich ordnet das Gesetz an, dass in diesen Fällen die Geschäftsführer die von der Generalversammlung gefassten Beschlüsse dem Firmenbuchgericht mitzuteilen haben.

Auch für bereits bestehende GmbHs ist nun eine Reduktion des Stammkapitals auf mindestens 10.000 EUR möglich, wobei das Verfahren relativ aufwändig ist. Es erfordert eine Änderung des Gesellschaftsvertrages, eine Eintragung im Firmenbuch und einen Gläubigeraufruf in der Wiener Zeitung. Zu beachten ist das erhöhte Haftungsrisiko sowohl für Geschäftsführer als auch Gesellschafter bei einer zu geringen Kapitalausstattung der GmbH. Es stellt sich nun verstärkt die viel diskutierte Frage, ob Gesellschafter für den Fall einer Insolvenz wegen einer qualifizierten Unterkapitalisierung haften („Durchgriffshaftung“).

Die Wahl der richtigen Rechtsform ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor jeder Unternehmensgründung. Viele verschiedene Aspekte abseits der Höhe der Gründungskosten müssen berücksichtigt werden. Rein steuerlich rechnet sich die GmbH bei Vollausschüttung der Gewinne an die Gesellschafter erst ab einem Gewinn von 156.000 EUR. Im Fall von Unternehmen mit hohem Investitionsbedarf ist die GmbH wegen ihrer wesentlich besseren Eignung zur Kredittilgung auch bereits bei niedrigeren Gewinnen „günstiger“.

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 09/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Die neue Bildungsteilzeit - Weiterbildung bei Teilzeitbeschäftigung

Mit dem Sozialrechts-Änderungsgesetz 2013 wurde ab 1.7.2013 eine Alternative zur bisherigen Bildungskarenz in Form der Bildungsteilzeit eingeführt. Im Gegensatz zur Bildungskarenz soll mit der Bildungsteilzeit die Weiterbildung neben einer Teilzeitbeschäftigung ermöglicht werden.

Voraussetzungen:

  • Das Arbeitsverhältnis muss bereits ununterbrochen 6 Monate bestanden haben.
  • Die Bildungsteilzeit muss zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer schriftlich vereinbart werden und neben Beginn und Dauer der Bildungsteilzeit auch das Ausmaß und die Lage der Arbeitszeit beinhalten. Ein Rechtsanspruch darauf besteht jedoch nicht.
  • Die Dauer der Bildungsteilzeit darf 4 Monate nicht unter- und 2 Jahre nicht überschreiten und kann auch in Teilen vereinbart werden, wobei die Dauer eines Teils mindestens 4 Monate betragen muss.
  • Die Arbeitszeit muss um mindestens 25% und darf um höchstens 50% der bisherigen Normalarbeitszeit reduziert werden. Die wöchentliche Arbeitszeit während der Bildungsteilzeit darf 10 Stunden nicht unterschreiten.
  • Für den Bezug eines Bildungsteilzeitgeldes ist die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme im Ausmaß von mindestens 10 Wochenstunden erforderlich.
  • Das Entgelt für das Dienstverhältnis darf während der Bildungsteilzeit nicht unter der Geringfügigkeitsgrenze liegen.

Der Antrag auf Bildungsteilzeitgeld ist vom Arbeitnehmer zumindest 4 Wochen vor dem geplanten Beginn der Bildungsteilzeit beim AMS zu stellen. Das Bildungsteilzeitgeld beträgt für jede volle Arbeitsstunde, um welche die wöchentliche Normalarbeitszeit reduziert wird 0,76 EUR täglich. Somit bewegt sich das Weiterbildungsgeld bei vorheriger Vollbeschäftigung in einer Bandbreite von monatlich 228 EUR bis 456 EUR.

Ein einmaliger Wechsel zwischen Bildungsteilzeit und Bildungskarenz ist möglich. Bildungsteilzeitgeld wird grundsätzlich nur gewährt, wenn für denselben Zeitraum nicht bereits in Betrieben bis zu 50 Arbeitnehmer 4 Arbeitnehmer und in Betrieben mit über 50 Arbeitnehmern mehr als 8% der Belegschaft Bildungsteilzeitgeld beziehen.

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26.09.2013, 04:02  von Gerald Dipplinger, Senior Manager Tax & Legal Services Pwc Österreich

Die Kassenprüfung steht bevor

Mit 28. Dezember 2011 hat das Finanzministerium die Kassenrichtlinie 2012 (KRL) publiziert. Die Rechtssicherheit für Unternehmer, Kassenanbieter und -hersteller soll erhöht, Kriterien zur Ordnungsmäßigkeit von Kassensystemen festgelegt werden. Betroffen sind alle Arten von Kassen inklusive Thekenwaagen, Taxameter und Tankautomaten. Ziel der Finanzverwaltung: Es sollen ausschließlich Kassen verwendet werden, die alle Transaktionen lückenlos erfassen und eine Manipulation der Daten unmöglich machen.
 
Am Fiskus vorbei. Nach Veröffentlichung der KRL hatten Unternehmen bis Ende 2012 Zeit, ihre Kassen den Anforderungen anzupassen. Aber noch immer entsprechen viele nicht der KRL, hohe Beträge werden am Fiskus vorbeigeschleust. Auch die Nachfrage nach manipulationssicheren Kassen soll sich nicht erhöht haben. Das ruft die Finanzpolizei auf den Plan, die angekündigte Kontrollwelle dürfte unmittelbar bevorstehen -im laufenden Geschäftsbetrieb, um manipulative Systemeingriffe über Nacht zu verhindern.
 
Entspricht die Kassa nicht den KRL-Vorgaben, hängen die Konsequenzen von der Schwere der Mängel ab: Geringe formelle Mängel sollen keine Auswirkungen haben (wenn etwa die Tageslosung versehentlich dem falschen Tag zugeordnet wurde). Bei gravierenden Mängeln kann die Finanzpolizei die Aufzeichnungen anzweifeln, z. B. fehlende fortlaufende Nummerierung.
 
Das Finanzamt wäre berechtigt, die Umsätze zu schätzen.
 
Sollte eine nicht ordnungsgemäße Kasse zur Abgabenverkürzung führen, kommt das Finanzstrafrecht ins Spiel. Schon der Einsatz eines mangelhaften Kassensystems könnte als sorgfaltswidriges Verhalten des Unternehmers gewertet werden und den Verdacht einer fahrlässigen Abgabenverkürzung begründen. Denkbar ist auch, dass schon der Einsatz manipulierbarer Kassensysteme als Indiz für einen Verkürzungsvorsatz gewertet wird. Auch Kassenhersteller und -anbieter sind gefordert: Der Verkauf von Kassensystemen, die Manipulationen oder nachträgliche Änderungen zulassen, könnte als strafbarer Beitrag zur Abgabenhinterziehung gewertet werden.
(WirtschaftsBlatt,  2013-09-26)

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26.09.2013, 17:07  von Wolfgang Rössler

Planquadrat der Finanzpolizei erregt Unternehmer

Überfallaktion. Die Kärntner Finanzpolizei zeigt bei der Eintreibung von Steuerrückständen bislang ungewohnte Härte.
Klagenfurt. Donnerstag früh gab es ein Planquadrat am Stadtrand von Klagenfurt. Zwischen 6.30 und 9.30 kontrollierten die Beamten LKWs und Kleintransporter. Mitarbeiter von Unternehmen, die einen Rückstand beim Finanzamt aufwiesen, wurden festgehalten, bis deren Arbeitgeber die Steuerschuld in bar beglichen. Wie viele Steuersünder man auf diesem Weg überführt habe, will der Kärnten-Chef der Finanzpolizei, Rigobert Rainer, nicht verraten: "Das fällt unter das Amtsgeheimnis."
 
Bei der Wirtschaftskammer ist man über das ruppige Vorgehen empört: "Offenbar gilt in diesem Fall die generelle Schuldvermutung", sagt Pressesprecher Peter Schöndorfer unter Verweis auf die durch das Planquadrat entstandenen Verzögerungen im Frühverkehr. In dieselbe Kerbe schlägt Peter Katschnig, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder: "Der Großteil der Aufgehaltenen ist jedenfalls unschuldig. Wie kommen sie dazu, dass sie durch Verspätungen womöglich wirtschaftlichen Schaden erleiden?"
 
Finanzpolizei-Chef Rainer will das nicht gelten lassen: "Wenn Sie in ein Planquadrat der Polizei fahren, müssen Sie auch warten", sagt er. Und: "Dass sich die Wirtschaftskammer aufregt, ist nichts Neues." Er kündigt weitere Aktionen dieser Art an: "Das wird Standard werden."

(WirtschaftsBlatt,  2013-09-26)

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Bericht „Im Visier der Finanzpolizei“
von der optimalen Vorbereitung bis hin zum richtigen Vorgehen während der Überprüfung

Zeitungsartikel zum Download

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 07-08/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Steuerliche Maßnahmen bei Katastrophenschäden

Anlässlich der jüngst vergangenen Hochwasserkatastrophe möchten wir Sie über steuerliche Maßnahmen informieren, die sowohl Betroffene als auch jene, die durch eine Spende einen wertvollen Beitrag leisten, in Anspruch nehmen können.

Von folgenden steuerlichen Erleichterungen können Betroffene profitieren:

• Freiwillige Spenden zur Beseitigung von Katastrophenschäden sind beim Empfänger steuerfrei. Hierzu zählen auch Zuwendungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer (zB zinsenloses Arbeitgeberdarlehen).

• Sämtliche Kosten für die Beseitigung von unmittelbaren Katastrophenfolgen sowie für katastrophenbedingt nachbeschaffte Vermögenswerte sind ohne Selbstbehalt steuerlich als außergewöhnliche Belastung absetzbar, soweit sie nicht durch Subventionen und Spenden gedeckt sind. Können die Aufwendungen nicht aus dem laufenden Einkommen bestritten werden, stellen die Darlehensrückzahlungen samt Zinsen außergewöhnliche Belastungen dar.

• Für die Ersatzausstellung von Schriften (zB Reisepass, Führerschein, Geburtsurkunde etc.) müssen keine Gebühren entrichtet werden.

• Bei katastrophenbedingtem Zahlungsverzug oder Fristversäumnissen iZm Abgabenschulden werden seitens des Finanzamtes keine Säumniszuschläge bzw. Verspätungszuschläge vorgeschrieben.

• Ein Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer-Vorauszahlung 2013 kann von Steuerpflichtigen, die von der Hochwasserkatastrophe betroffen sind, bis 31. Oktober 2013 gestellt werden.

• Der Ersatzerwerb eines Grundstückes durch den Eigentümer eines von einer Katastrophe betroffenen Grundstücks zum Zwecke der Absiedelung ist unter bestimmten Voraussetzungen von der Grunderwerbsteuer befreit.

Unternehmen oder private Spender können folgende steuerliche Möglichkeiten nutzen:

• Zuwendungen bis zu 10% der Einkünfte des laufenden Wirtschaftsjahres an Spendenempfänger, die auf der Liste der begünstigten Spendenorganisationen eingetragen sind, oder an freiwillige Feuerwehren sind steuerlich entweder als Betriebsausgabe oder als Sonderausgabe absetzbar.

• Spenden im Zusammenhang mit Katastrophen sind im Rahmen des betrieblichen Werbeaufwands als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn eine Werbewirkung für das Unternehmen gegeben ist (zB Spendenhinweis auf der Homepage).

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Bericht im Kurier vom 02.07.2013

Strenge Kontrollen
Aktion scharf der Finanzpolizei: Heurige und Dorffeste unter Druck

Zeitungsartikel zum Download

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 06/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Vorsteuerabzug für private Photovoltaikanlagen?

Im Oktober 2012 hat das BMF einen Erlass über die ertragssteuerliche und umsatzsteuerliche Beurteilung von privaten Photovoltaikanlagen veröffentlicht.

Bei der Beurteilung, ob der Betrieb einer Photovoltaikanlage im steuerlichen Sinn als Einkunftsquelle anzusehen ist, muss die erzeugte Strommenge mit dem durchschnittlichen Stromverbrauch des Haushaltes verglichen werden. Übersteigt die mittlere Jahresproduktion den durchschnittlichen Stromverbrauch des jeweiligen Haushaltes dauerhaft um mehr als 50% und wird ein positives Ergebnis erzielt, liegen Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor. Sollten laufend Verluste erwirtschaftet werden, so gilt die sogenannte Liebhaberei-Vermutung. In diesem Fall müsste mittels einer Planrechnung nachgewiesen werden, dass insgesamt ein Überschuss über die Laufzeit gesehen erzielt wird. Die Anschaffungskosten sind um Investitionsförderungen von Bund, Land und ev. Gemeinden zu kürzen und auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abzuschreiben.

Liegt keine steuerliche Einkunftsquelle vor, können die Anschaffungskosten im Rahmen der Sonderausgaben für energiesparende Maßnahmen abgesetzt werden.

Nach bisheriger Ansicht der Verwaltungspraxis gilt oben beschriebene ertragssteuerliche Beurteilung auch für die Umsatzsteuer. Somit werden eine unternehmerische Tätigkeit und damit das Recht auf Vorsteuerabzug nur dann begründet, wenn ertragssteuerlich eine Einkunftsquelle vorliegt. Neuere Rechtssprechung widerspricht dieser Rechtsansicht und bejaht den Vorsteuerabzug unabhängig von der leistungsmäßigen Auslegung der Anlage und dem Entstehen von Stromüberschüssen, sofern der erzeugte Strom nicht nur gelegentlich in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Im März 2013 wurde diese Meinung nun auch von der EuGH-Generalanwaltschaft vertreten. Wenn der Europäische Gerichtshof sich der neueren Rechtsansicht anschließt, könnte in Zukunft für die private Errichtung von Photovoltaikanlagen ein Vorsteuerabzug unabhängig von der ertragssteuerlichen Beurteilung zustehen. Das Urteil des EuGH bleibt noch abzuwarten.

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 05/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

GmbH NEU im Begutachtungsverfahren

Am 22.3.2013 wurde der Gesetzesentwurf zum Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz 2013 (GesRÄG 2013) vorgelegt. Ziel des neuen Gesetzes, das bereits mit 1.7.2013 in Kraft treten soll, ist es durch ein Absenken des Mindeststammkapitals und eine Reduktion der Gründungskosten die Anzahl der GmbH-Neugründungen zu erhöhen.

Die Eckpunkte der Reform:

  • Das Mindeststammkapital für Unternehmensgründungen soll von 35.000 auf 10.000 EUR gesenkt werden. Wie bisher soll dieses Mindeststammkapital nicht in voller Höhe, sondern nur zur Hälfte bar einbezahlt werden müssen.
  • Die Absenkung des Mindeststammkapitals führt zu einer Reduktion der Mindest-Körperschaftsteuer von derzeit 1.750 EUR auf 500 EUR, da die Berechnung der Mindest-Körperschaftsteuer an die Höhe des Mindeststammkapitals anknüpft.
  • Weiters kommt es durch das verminderte Mindeststammkapital zu einer Reduktion der Bemessungsgrundlage und damit der Kosten für Notare und Rechtsanwälte auf etwa die Hälfte des bisherigen Betrages. Zusätzlich dazu soll für die Gründung bestimmter Einpersonen-Gesellschaften mittels einer „Mustersatzung“ ein eigener, stark verbilligter Tarif eingeführt werden.
  • Das GesRÄG 2013 sieht vor, dass für die Veröffentlichung der Neueintragung einer GmbH ins Firmenbuch eine Bekanntmachung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung nicht mehr erforderlichist.

Mit dieser Reform soll in erster Linie der Einstieg in die selbstständige unternehmerische Tätigkeit erleichtert und die Wettbewerbsfähigkeit der GmbH unter den internationalen Gesellschaftsformen sichergestellt werden. Kritiker der GmbH NEU befürchten eine Entkapitalisierungswelle, da wegen des Gleichheitsgrundsatzes auch allen bestehenden GmbHs die Herabsetzung ihres Mindeststammkapitals möglich gemacht werden muss. Die Insolvenzanfälligkeit einer GmbH war bisher schon doppelt so hoch wie jene der Personengesellschaften, bei denen die Gesellschafter mit ihrem ganzen Vermögen haften. Gläubigerinteressen könnten durch die Stammkapitalsenkung im Insolvenzfall geschmälert werden.

 

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 04/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Ausweitung der Pendlerförderung ab 2013

In der Sitzung des Nationalrates vom 27. Februar 2013 wurde die Ausweitung der Pendlerförderung beschlossen, die rückwirkend mit 1. Jänner 2013 in Kraft tritt. Hauptprofiteure der Neuregelung sind Teilzeitarbeitskräfte. Nachstehend die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Pendlerpauschale: Die volle Pendlerpauschale kann wie bisher bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte an mindestens elf Arbeitstagen im Monat in Abzug gebracht werden. Ab 2013 haben nun auch Teilzeitarbeitskräfte einen aliquoten Anspruch auf die Pendlerpauschale. Wird die Strecke an mindestens 4 Tagen pro Monat zurückgelegt, stehen die Beträge zu einem Drittel zu. Fährt man zwischen 8- und 10-mal pro Monat zur Arbeitsstätte, kann man zwei Drittel der Pendlerpauschale geltend machen.
  • Pendlereuro: Zusätzlich zur Pendlerpauschale erhalten Pendler jährlich EUR 2,- pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Teilzeitarbeitskräfte aliquot wie Pendlerpauschale). Der Pendlereuro wird als Steuerabsetzbetrag direkt von der Einkommensteuer abgezogen.
  • Pendlerzuschlag: Fallen Arbeitnehmer aufgrund ihres geringen Einkommens unter die Besteuerungsgrenze, so haben sie Anspruch auf „Negativsteuer“, welche mit 10% der Sozialversicherungsbeiträge (max. EUR 110,-) begrenzt ist. Bei Arbeitnehmern, die die Voraussetzungen für eine Pendlerpauschale erfüllen, erhöht sich die Negativsteuer um den Pendlerzuschlag. Ab 2013 werden 18% der Sozialversicherungsbeiträge (max. EUR 400,-) ausbezahlt.
  • Firmenwagen: Arbeitnehmer, denen ein arbeitgebereigenes Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt wird, können zukünftig keine Pendlerpauschale mehr in Anspruch nehmen. Diese Neuregelung gilt ab 1. Mai 2013.
  • Jobticket: Um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu fördern, kann künftig ein vom Arbeitgeber bezahltes Jobticket auch bei Arbeitnehmern ohne Anspruch auf Pendlerpauschale steuerfrei gewährt werden.

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 03/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Elektronische Rechnungen ab 1.1.2013

Bisher waren hohe technische Anforderungen für auf elektronischem Weg übermittelte Rechnungen erforderlich. Durch die Neuregelung im AbgÄndG 2012 und der E-Rechnung-UStV wurden diese für Umsatzsteuerzwecke nun deutlich reduziert. Im Ergebnis können künftig elektronische Rechnungen per E-Mail, als E-Mail-Anhang, als Web-Download oder als PDF- oder Textdatei übermittelt werden, sofern der Leistungsempfänger dieser Art der Rechnungsausstellung zustimmt.

Neben der Einhaltung sämtlicher Formvorschriften wie bei Papierrechnungen müssen folgendeVoraussetzungen vorliegen, damit elektronische Rechnungen zum Vorsteuerabzug berechtigen:

  • Echtheit der Herkunft (Sicherheit der Identität des Rechnungsausstellers)
  • Unversehrtheit des Inhalts (keine Änderung der Rechnungsangaben)
  • Lesbarkeit der elektronischen Rechnung

Diese Voraussetzungen sind gewährleistet, wenn der Unternehmer ein innerbetriebliches Steuerungsverfahren anwendet, durch das ein verlässlicher Prüfpfad zwischen Rechnung und der zugrunde liegenden Leistung geschaffen wird. Das gewählte Verfahren muss dokumentiert werden und entspricht im Wesentlichen einer herkömmlichen Rechnungsprüfung (Abgleich der Rechnung mit Bestell- oder Lieferschein).

Für den Fall, dass die elektronische Rechnung mehrmals versendet wird oder eine Papierrechnung folgt, ist unbedingt darauf zu achten, dass diese als „Duplikat“ oder „Entwurf“ gekennzeichnet wird. Andernfalls besteht die Gefahr, dass im Falle einer Prüfung durch das Finanzamt beim Rechnungsaussteller zusätzlich nochmals die Umsatzsteuer kraft Rechnungslegung vorgeschrieben wird!

Fakturierungen an den Bund sind ab 2013 auch in elektronischer Form insbesondere über das Unternehmensserviceportal (USP) möglich. Dort können elektronische Rechnungen entweder mittels Formularservice, über Upload oder unter Nutzung eines Webservices eingebracht werden. Ab 2014 ist die elektronische Rechnung an Bundesdienststellen verpflichtend!

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2700 Das City Magazin, Ausgabe 02/13, Rubrik Business, Mag. Gerhard Goldsteiner

Umsatzsteuerliche Änderungen bei der Vermietung

Für Immobilienbesitzer sind auf dem Gebiet der Umsatzsteuer gravierende Änderungen durch das Stabilitätsgesetz 2012 eingeführt worden. Hier ein kurzer Überblick über die anzuwendenden Steuersätze bei der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken:

Dem ermäßigten Steuersatz von 10% unterliegen:

  • die Vermietung zu Wohnzwecken, ausgenommen Heizungskosten
  • die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen samt der damit verbundenen Nebenleistungen (z.B. Hotelzimmer mit Halbpension)
  • die Vermietung von Campingplätzen mit den Nebenleistungen

Dem Normalsteuersatz von 20% unterliegen:

  • die Vermietung von Maschinen und sonstigen Betriebsvorrichtungen
  • die Vermietung von Räumlichkeiten oder Plätzen für das Abstellen von Fahrzeugen
  • Heizkosten im Rahmen der Vermietung zu Wohnzwecken

Dem Steuersatz von 0% (unecht befreit) unterliegen:

  • die Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten (Büros)
  • die Vermietung von unbebauten Grundstücken und Lagerplätzen etc.

Wird die Umsatzsteuerbefreiung in Anspruch genommen, sind die mit der Vermietung in Zusammenhang stehenden Vorsteuern nicht abzugsfähig. Bisher konnte bei der Vermietung von Geschäftsräumen jeder Vermieter zur Umsatzsteuerpflicht optieren und so das Recht auf Vorsteuerabzug erlangen. Der Umsatz unterlag sodann dem Normalsteuersatz von 20%. Der Verzicht auf die Steuerbefreiung ist nun aufgrund der Änderungen im Rahmen des StabG 2012 nur mehr zulässig, soweit der Mieter das Grundstück zu mindestens 95% für umsatzsteuerpflichtige Umsätze verwendet. Ausgeschlossen ist die Option somit insbesonders bei der Vermietung von Geschäftsräumen an Banken, Versicherungen, Ärzten, Körperschaften öffentlichen Rechts und Kleinunternehmern. Die Neuregelung ist auf alle Miet- bzw. Pachtverhältnisseanzuwenden, die nach dem 31.08.2012 beginnen. Hat der Vermieter bereits vor dem 1.9.2012 das Gebäude errichtet bzw. mit der Errichtung des Gebäudes begonnen, gilt die bisherige Regelung weiterhin.

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